Geschichte

 


 

Vereinsfahne 

 

Nun noch etwas aus der Geschichte


Auszug aus der Chronik des Gesangvereins "  Frohsinn 1845"   Kupferzell


Der Gesangverein "Frohsinn 1845" wurde im 2. Viertel des 19. Jahrhunderts gegründet. Das genaue Datum ist nicht mehr feststellbar, da die betreffenden Dokumente verbrannt sind. Überliefert ist, dass ein Lehrer Classen schon 1827 einen gemischten Kirchenchor leitete und wenig später einen Männerchor gründete.


  • 1845 war offenbar das Jahr der Fahnenweihe. Die Vereinsfahne, von Frauen kunstvoll gestickt, ist heute noch erhalten.

  • 1926 übernahm der allseits geschätzte Carl Kempf die Leitung des Chores. Während seiner 33-jährigen Chorleitertätigkeit wurde an vielen Sänger- und Liederfesten teilgenommen und bei Wertungssingen gute und sehr gute Ergebnisse erzielt.

  • 1950 wurde das 100-jährige Jubiläum in der Lagerhalle beim Bahnhof nachgeholt.

  • 1952 wurde bei der Generalversammlung der Vereinsname "  Frohsinn 1845"  Kupferzell beschlossen.

  • 1956 übergab Carl Kempf aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock an Konrektor Rudolf Bischoff.

  • 1957 wurde dem Gesangverein "  Frohsinn 1845"  Kupferzell beim Gautag des Kochergaus in Pfedelbach die Zelterplakette (benannt nach dem Gründer der 1. Liedertafel, Karl Friedrich Zelter) verliehen. Diese Auszeichnung ist eine Stiftung von Theodor Heuss zur Ehrung von Chorvereinigungen, die sich besondere Verdienste um die Pflege des deutschen Volksliedes, der Chormusik und damit der Förderung des kulturellen Lebens erworben haben.

  • 1965 wird Rektor Karl-Heinz Blob als Chorleiter gewonnen.

  • 1968 wurde neben dem Gemischten Chor auch ein Frauenchor gegründet. Auf das 125-jährige Jubiläum 1970 blickend hatte man die Gründung eines Gemischten Chores angestrebt. Da die Resonanz so groß war, konnte auch noch der Frauenchor gegründet werden. Ihren ersten Auftritt hatten die Chöre unter der Leitung von Joachim Göthel bei der Jahresfeier 1969. Im gleichen Jahr übernahm Karl Kempf die musikalische Leitung des Frauenchores und des damaligen Doppelquartetts. Herr Blob leitete den Männer- und den Gemischten Chor.

  • 1970 fand das 125-jährige Jubiläum statt, ein besonderer Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Das Festkonzert mit anschließendem Heimatabend am 27. Juni in der Festhalle umrahmte die Weihe der neuen Vereinsfahne, die den Sinnspruch -Singe mein Herz und trutze der Zeit- enthält. Beim Festzug am 28. Juni, den die örtlichen Vereine mitgestalteten nahmen 15 Festwagen, 54 Gastvereine und 4 Musikkapellen teil. Beim anschließenden Freundschaftssingen wirkten 42 Vereine mit insgesamt ca. 2000 Sängerinnen und Sängern mit. Am 29. Juni fand ein Kindernachmittag, ein Fußballspiel einer Frohsinnauswahl gegen den TSV Kupferzell und ein Abend mit Musik und Tanz zum Abschluss statt.

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    1978 hatte der Frauenchor sein 10-jähriges Jubiläum und veranstaltete am 10. März ein Konzert. Der damalige Bürgermeister Petereit ließ es sich nicht nehmen, jeder Sängerin eine rote Rose zu überreichen.

    Bei einer Wanderung durften die Mitglieder des "  Frohsinn 1845"   in Hermersberg das Schlößchen besichtigen. Wir revanchierten uns bei den Besitzern, der Familie Würth, mit einem kleinen Konzert. Dies fand offenbar solchen Anklang, dass Herr Reinhold Würth uns einlud, anlässlich einer Geschäftsführerkonferenz ein Konzert im Rittersaal zu geben. Auch diese Veranstaltung war ein großer Erfolg.
  • A14. Dezember 1978 kam der SDR-Stuttgart nach Kupferzell. Im Rahmen der Sendung -Sang und Klang aus Stadt und Land, wurde über Kupferzell berichtet. In der Aula der heutigen Johann-Friedrich-Mayer-Schule wurden Aufnahmen mit allen drei Chören gemacht. Am 17. Februar 1979 wurde die Sendung ausgestrahlt.
  • 1983 übernahm Karl Kempf alle drei Chöre nachdem Herr Blob, der 1984 zumEhrendirigenten ernannt wurde, aus gesundheitlichen Gründen den „Taktstock zur Seite legen“ musste.

  • 1986 erfolgte der Eintrag des Gesangvereins „Frohsinn 1845“ Kupferzell in das Vereinsregister des Amtsgerichts.

    Bei der 750-Jahr-Feier der Gemeinde Kupferzell beteiligte sich der „Frohsinn 1845“ beim Heimatabend und beim geistlichen Konzert in der ev. Kirche mit Liedvorträgen. Auch beim Festzug wurde teilgenommen.

  • 1993 feierte der Frauenchor des „Frohsinn 1845“, damals größter Frauenchor im Kochergau, sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Konzert.

  • 1995 fand am 20. Mai zum 150-jährigen Jubiläum des „Frohsinn 1845“ in der Festhalle ein Konzert statt. Zu diesem Anlass trat der gesamte Verein in einheitlicher, neu angeschaffter Sängerkleidung auf. Das Konzert wurde aufgenommen und auf Tonträger gespeichert.

    Die Jubiläumsfesttage wurden am darauffolgenden Wochenende mit einemUnterhaltungsabend am Freitag, mit einer Totenehrung am Friedhof und einem großenbunten Abend im Festzelt am Samstag, fortgesetzt. Sonntags fand ein ökumenischer Gottesdienst, ein großer Festzug mit über 60 Vereinen, Abordnungen, Kutschen und Festreitergruppen und anschließend ein Freundschaftssingen mit 40 teilnehmende Chören statt.

  • 1998 trat anlässlich der Jahresfeier am 07. Februar erstmals das neuformierte Doppelquartett „Die Frohsinn-S(w)ingers“ auf.

  • 1999 feierte der Frauenchor sein 30-jähriges Bestehen.

  • 2000 hörte Karl Kempf auf. Er war 31 Jahre lang Chorleiter beim „Frohsinn 1845“.

    Tanja Süssmann übernahm als erste Dirigentin beim „Frohsinn 1854“ den Gemischten Chor und den Frauenchor. Walter Tschritter übernahm den Männerchor.

  • 2002 wurde Karl Kempf anlässlich der Jahresfeier am 23. März zum Ehrenchorleiterernannt.

    Bei der Jahresfeier trat zum ersten Mal der Projektchor des „Frohsinn 1845“ auf.

  • 2009 beteiligte sich der „Frohsinn 1845“ an den Feierlichkeiten des Musikvereins Kupferzell zu seinem 75-jährigen Bestehen. Am 06. Juni trat der Gemischte Chor beim Bunten Abend auf und am 07. Juni beteiligte sich der „Frohsinn 1845“ beim Festzug unter dem Motto „Älles singt beim Gsangverei“


Natürlich stand und steht immer noch der Gesang im Vordergrund. Die Chöre überzeugten immer wieder mit sehr guten Leistungen bei Wertungssingen und sonstigen Veranstaltungen. Besonders bei Jahresfeiern und Konzerten zu verschiedenen Jubiläen entwickelten sich die Darbietungen zu musikalischen Highlights. 

 

Aber auch das Gesellige kommt nicht zu kurz. So werden regelmäßig Ausflüge (auch mehrtägige), Gartenfeste, Besenbesuche und andere gesellige „Feschtle“ veranstaltet.

 

Seit 1970 wird jährlich eine Altpapiersammlung durchgeführt. Von angänglich 10 Tonnen bis später über 50 Tonnen Papier konnten gesammelt werden. Insgesamt weit mehr als 1000 Tonnen zwischenzeitlich.


Möge die Zukunft noch recht viele möglichst freudige Einträge in die Chronik bringen, damit man auch später noch sagen kann: „Beim Gsangverei do isch was los, diä kennä singä und feirä!“

 

 

                                                                         

                                                                       Vereinsfahne alt (restauriert)